Die Fahrt fand vom 18. bis 25. März 2026 statt.

Tag 1 und 2: Hellas – wir kommen!

Χαίρετε! Nach unserer gestrigen Landung in Athen ging es heute zuerst zur schönen Akropolis, dem Highlight Athens! Dort besichtigten wir den berühmten Parthenontempel – ein wahres Meisterwerk der Architektur –, die Propyläen, den Athena-Nike-Tempel und das Erechtheion mit seiner berühmten Korenhalle. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen umfassenden Einblick in die geschichtlichen Ereignisse des 5. Jahrhunderts v. Chr. und konnten ihr bereits vorhandenes Wissen hervorragend miteinbringen!

Spuren dieser griechischen Architektur lassen sich auch heute noch bei uns finden – das Brandenburger Tor in Berlin wie auch die Propyläen am Königsplatz in München sind maßgeblich von den Propyläen der Athener Akropolis inspiriert. Wir tauchten ein in die Geschichte, Mythologie und das goldene Zeitalter unter Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr. Athen ist nicht nur die Wiege der Demokratie, sondern auch des Dramas (Tragödie und Komödie), dessen Aufführungsort das Theater des Dionysos am Fuße der Akropolis war. Die Dionysien waren ein für die Athener wichtiges Fest, das jedes Jahr anhand eines festen Rahmenprogramms gefeiert wurde.

Der Parthenontempel, der von Perikles in Auftrag gegeben wurde, ist auch das Vorbild für die Walhalla in Regensburg, die wir bereits in der Kulturwoche im Januar besichtigt haben. Anschließend ging es zum bekannten Monastiraki-Viertel, um zu essen und die schönen Gassen zu erkunden. Danach stand das Akropolismuseum auf dem Plan, in dem verschiedene Kunststile und die Konzeption des Parthenons anhand mythologischer Szenen betrachtet wurden.

Die Darstellung des Festzugs der Panathenäen, eines in der Antike für die Athener sehr bedeutenden Festes, ist auf einem Fries am Parthenon abgebildet, was uns gleich zu unserem nächsten Stopp führte: Die Panathenäischen Spiele waren nämlich ein Teil dieses bedeutenden antiken religiösen und sportlichen Festes in Athen zu Ehren der Göttin Athene. Für die Spiele wurde unter anderem der Ort genutzt, an dem heute das Panathenäische Stadion steht.

Weiter ging es also zum Panathenäischen Stadion, das wiederaufgebaut wurde und 1896 Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit war. Es ist das weltweit einzige Stadion, das vollständig aus weißem Marmor erbaut wurde. Aus dem Unterricht sind die antiken Olympischen Spiele mit ihrem Kontext und Ablauf den Schülerinnen und Schülern natürlich ein Begriff, weshalb nach einem kurzen Rundumschlag die Bedeutung der Wiederaufnahme der Olympischen Spiele an diesem Ort mit ihnen besprochen wurde.

Beim Anblick dieses sehr beeindruckenden Stadions wollten einige Schülerinnen und Schüler den Spirit, den die Läufer der Olympischen Spiele in diesem Stadion erlebten, mit einem Wettlauf selbst nachempfinden! Natürlich gab es auch eine kleine Siegerehrung!

Morgen geht es dann weiter mit dem Kerameikos, der Pnyx, dem Areopag, dem Philopapposhügel, der Agora und dem Nationalmuseum – wir freuen uns schon!


Tag 3 der Griechenlandfahrt: Auf den Spuren der Götter und Philosophen!

Heute ging es zuerst ins Archäologische Nationalmuseum, in dem unter anderem Exponate aus der Archaik, der Klassik und der Zeit des Hellenismus zu sehen sind! Auch der berühmte „Schatz des Agamemnon“, auf den Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen in Mykene gestoßen ist, befindet sich in diesem Museum. Die äußerst filigranen Exponate aus mykenischer Zeit versetzten die Schülerinnen und Schüler in Staunen!

Weiter ging es zum Kerameikos, dem bekannten Töpferviertel des antiken Athens. Von dort aus startete der in der Antike so bedeutende Festzug der Panathenäen, der sich über die griechische Agora bis zur Akropolis hinaufzog. Auch auf die römische Agora mit ihrem bekannten Turm der Winde warfen wir einen kurzen Blick, woraufhin die Schülerinnen und Schüler am Monastiraki-Platz Zeit hatten, um zu essen und Souvenirs zu kaufen.

Nach dieser kleinen Stärkung besichtigten wir die griechische Agora mit dem sehr gut erhaltenen Hephaisteion und ihren Gebäuden, die unter anderem eine wichtige Rolle innerhalb der Demokratie einnahmen. Dort wandelten schon berühmte Philosophen wie Sokrates und Platon, die die Philosophiegeschichte nachhaltig geprägt haben!

Mit großer Begeisterung verfolgten die Schülerinnen und Schüler vom Hephaistostempel aus eine Flugshow über der Athener Akropolis, die an diesem Tag zufälligerweise geboten war! Nach einer kurzen Wanderung zum Philopapposhügel hatten wir von oben einen wunderschönen Ausblick auf die Akropolis und den Hafen von Piräus. Der Ort eignet sich perfekt, um die Dimension der langen Mauern Athens nachzuempfinden, die nach den Perserkriegen als Schutzmaßnahme erbaut wurden.

Die langen Mauern, die die Stadt Athen mit dem Hafen verbanden, spielten strategisch eine wichtige Rolle im Peloponnesischen Krieg, den Athen gegen Sparta führte. Anschließend wanderten wir weiter zur Pnyx, an die Stelle, an der die Volksversammlung als zentrales Element der attischen Demokratie stattfand.

Die letzte Station unseres heutigen Tages war der Areopag, der in der Antike unter anderem als Gericht fungierte und auf dem der Apostel Paulus seine berühmte Rede hielt. Einen Teil dieser Rede, der am Areopag auf einer Tafel in altgriechischer Sprache abgebildet ist, schauten wir uns näher an.

So geht ein weiterer Tag mit tollen Eindrücken zu Ende! Wir freuen uns schon auf morgen, wenn wir mit der Fähre von Piräus nach Ägina übersetzen!


Tag 4 der Griechenlandfahrt: Ägina – Heimat bekannter griechischer Helden und Insel der Pistazien!

Mit voller Kraft voraus ging es heute mit der Fähre zur schönen Insel Ägina, auf der sich der berühmte und noch sehr gut erhaltene Aphaiatempel befindet! Bereits vor unserer Reise nach Griechenland konnten wir einen Teil des Tempels in München betrachten, da sich die originalen Giebelstatuen in der Glyptothek befinden, die von König Ludwig I. angekauft wurden.

Der Übergang von der Archaik zur Klassik in der griechischen Kunst wird an diesem Tempel anhand der Statuen besonders gut sichtbar, was eine Besonderheit in seiner Konzeption darstellt. Von der Tempelanlage aus hat man zudem eine fantastische Aussicht auf das Meer und die umliegenden Inseln!

Geschichtlich ist Ägina in der Antike auch im Hinblick auf seine Beziehung zu Athen sehr interessant. Auch die zweitwichtigste Sehenswürdigkeit der Insel, das Kloster Agios Nektarios, besichtigten wir kurz.

Nach dem kulturellen und geschichtlichen Input rund um Ägina gingen wir zum kulinarischen Teil über. Das Flair des Hafens, der schönen Gassen und der einheimischen Produkte ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Die Insel ist nämlich für ihre Pistazienprodukte bekannt, die von den Schülerinnen und Schülern sowohl zum Verzehr vor Ort als auch als Mitbringsel fleißig gekauft wurden.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Zeit, durch die kleine Inselstadt zu schlendern und diese zu erkunden. Entspannt ging es zurück auf die Fähre, auf der wir den wunderschönen Ausblick auf die Ägäis bei einem Karten- bzw. Brettspiel genossen. Auch der Sonnenuntergang lockte einige an das Deck der Fähre.

Der letzte Tag unseres Aufenthalts in Athen endet somit – der nächste Stopp ist die berühmte Orakelstätte von Delphi!


Tag 5 der Griechenlandfahrt: Der Parnass – Sitz des Apollon und der Musen

Weiter geht es auf unserer Rundreise nach Delphi ins Parnassgebirge! Bevor wir in die Mythologie und Geschichte der antiken Ausgrabungsstätte eintauchten, hielten wir am Kloster Hosios Lukas, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Die Merkmale der byzantinischen Kunst wurden während des kurzen Aufenthalts erklärt. Im dazugehörigen Klosterladen packten wir noch Produkte aus eigener Produktion als Erinnerung für daheim ein, bevor wir mit dem Bus weiter Richtung Delphi fuhren.

Für eine kleine Stärkung legten wir einen Zwischenstopp im malerisch gelegenen Bergdorf Arachova ein. Dort schlenderten wir durch die schönen Gassen mit den zahlreichen Läden, die landestypische Produkte anbieten.

Weiter ging es zu unserem eigentlichen Ziel, nämlich zum antiken Delphi, wo sich der berühmte Apollontempel mit dem Orakel befand! Die berühmte Pythia, die im Tempel Weissagungen an die Menschen gab, ist jedem Latein- und Griechischschüler natürlich bekannt!

Delphi gehörte in der Antike zu den panhellenischen Stätten, die für alle Griechen von hoher Bedeutung waren. Dort befand sich dem Glauben nach auch der Nabel der Welt, der im Apollontempel durch den Omphalos, einen Kultstein, markiert wurde.

Am Fuße des in der Antike heiligen Ortes gingen wir die „Heilige Straße“ hinauf, die bereits Alexander der Große neben anderen bedeutenden Herrschern beschritten hatte. Entlang der „Heiligen Straße“ betrachteten wir die Schatzhäuser, die Halle der Athener, den Apollontempel, das imposante Theater und andere bedeutende Gebäude, bis wir schließlich oben am Stadion ankamen.

In Delphi wurden die Pythischen Spiele zu Ehren des Apollon ausgetragen. Im Museum betrachteten wir anschließend die wichtigsten Exponate. Anhand der Rekonstruktion der Anlage, die im Museum abgebildet ist, kann man nur erahnen, welchen Eindruck Delphi bei den damaligen Menschen hinterlassen haben muss!

Somit geht ein weiterer Tag voller neuer Eindrücke zu Ende – wir freuen uns bereits jetzt auf morgen, wenn wir in Richtung Nafplio aufbrechen!


Tag 6 der Griechenlandfahrt: Der Peloponnes – die Insel des Pelops

Gleich nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer, um weiter Richtung Peloponnes aufzubrechen! Der erste Stopp nach der etwas längeren Fahrt im Bus war der Kanal von Korinth, welcher von 1881 bis 1893 gebaut wurde und die Halbinsel Peloponnes künstlich vom Festland trennt.

Die eigentliche Idee dieses Kanals, durch den es möglich ist, eine Umschiffung des Peloponnes zu umgehen, geht auf die Antike zurück. Der geniale Einfall zur Nutzung dieser Landenge (Isthmus) kam Periander, der zu den sieben Weisen der Antike zählt und unter dem sich Korinth zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte entwickelte.

Der sogenannte Diolkos war ein von Periander um 600 v. Chr. angelegter Schiffskarrenweg über den Isthmus von Korinth, um Schiffe vom Golf von Korinth zum Saronischen Golf zu transportieren. Nach diesem geschichtlichen Einblick bestaunten die Schülerinnen und Schüler das Ausmaß des heutzutage angelegten Kanals.

Weiter ging es zum antiken Korinth, das vor allem mit dem Mythos um Jason und Medea verbunden ist! Dort besichtigten wir unter anderem den Apollontempel mit seinen berühmten monolithischen Säulen. Die Handelsstadt Korinth war vor allem für ihre exzellente Keramikproduktion bekannt.

Auch die Römer haben nach ihrer Eroberung Korinths ihre Spuren hinterlassen – Exponate aus dieser Zeit konnten wir neben älteren Fundstücken des Ortes anschließend im Museum betrachten.

Hoch hinauf ging es nach Akrokorinth, einer strategisch gut gelegenen Befestigungsanlage, deren erste Befestigungen auf die Familie der Kypseliden (ab dem 7. Jahrhundert v. Chr.) zurückgehen. Von oben hatten wir einen fantastischen Ausblick auf das untere antike Korinth, das wir zuvor besichtigt hatten, die umliegende Landschaft und das Meer!

In der wunderschönen Hafenstadt Nafplio mit ihren engen Gassen gingen wir abends natürlich griechisch essen!


Tag 7 der Griechenlandfahrt: Mykene

Heute standen gleich zwei sehr bekannte Orte auf dem Programm! Zuerst brachen wir nach Epidauros auf, um uns das wegen seiner Akustik berühmte Theater anzusehen! Natürlich wurde auch der bekannte „Münz-Test“ durchgeführt: Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als der Klang auch noch in den obersten Reihen deutlich zu hören war.

Anschließend besichtigten wir den Rest des Heiligtums – Epidauros war in der Antike eine Heilstätte für den Heilgott Asklepios, die von zahlreichen Menschen aufgesucht wurde.

Bei unserem nächsten Stopp reisten wir zurück in die mykenische Zeit, die bei den Schülerinnen und Schülern vor allem mit dem bekannten Herrscher von Mykene, Agamemnon, verbunden ist. Wir tauchten ein in die Geschichte rund um Troja, die mykenische Palastzeit und das Ende der Dynastie.

Das bekannte Löwentor von Mykene mit seinem Relief zählt bis heute zur ältesten Monumentalplastik Europas.

Zurück in Nafplio bestiegen wir die circa 1000 Stufen zur Palamidiburg, von der aus wir einen fantastischen Rundumblick genossen! Mit einem traditionellen griechischen Abendessen ließen wir den ereignisreichen Tag ausklingen!


Mit schönen Erinnerungen fliegen wir morgen zurück in unsere Heimat und werden wohl noch oft an die tollen Ereignisse, die wir zusammen erlebt haben, zurückdenken!

Bericht: Theresa Noder

Fotos: Theresa Noder; Justus Schöppenthau, K9

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