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Prävention

Der Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen hat am Benediktinergymnasium Ettal höchste Priorität. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, sich zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und urteilsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dazu gehört auch, sie für Gefahren wie Sucht, Gewalt, Mobbing, Cybermobbing, Grenzverletzungen oder sexuellen Missbrauch zu sensibilisieren und ihre Fähigkeit zu stärken, Hilfe zu suchen und Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.

Ein umfassendes Präventionskonzept begleitet die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit. Altersgerechte Projekte und Workshops fördern soziale Kompetenz, Respekt, Zivilcourage und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte und Mitarbeitende sowie durch verbindliche Schutz- und Verhaltensstandards.

Nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen aus vergangenen Jahrzehnten hat sich die Benediktinerabtei Ettal einer umfassenden und transparenten Aufarbeitung gestellt. Als erste katholische Einrichtung in Deutschland ließ sie die damaligen Ereignisse wissenschaftlich durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersuchen und veröffentlichte den Abschlussbericht. Auf dieser Grundlage wurden weitreichende Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen entwickelt.

In Zusammenarbeit mit dem Verband der katholischen Internate und Tagesinternate e. V. sowie externen Fachleuten entstand ein umfassendes Schutz- und Präventionskonzept, das kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt wird. Es umfasst organisatorische Maßnahmen für Schule und Tagesheim, regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden sowie altersgerechte Präventionsangebote für die Schülerinnen und Schüler. In regelmäßigen Evaluationen wird die Wirksamkeit des Konzepts überprüft und an neue Erkenntnisse angepasst.

Unser Ziel ist eine Schulkultur, die von Respekt, Achtsamkeit und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Jede Schülerin und jeder Schüler soll sich sicher fühlen, Vertrauen entwickeln und wissen, dass Sorgen und Probleme ernst genommen werden. Prävention verstehen wir deshalb nicht als einmalige Maßnahme, sondern als dauerhaften Auftrag unserer gesamten Schulgemeinschaft.

Unser Schutzkonzept

Prävention kann nur gelingen, wenn sie auf klaren Strukturen und verbindlichen Standards beruht. Grundlage unserer Arbeit ist das Schutz- und Präventionskonzept des Verbands der katholischen Internate und Tagesinternate e. V., das sich an den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz orientiert und regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst wird.

Ein wirksamer Kinder- und Jugendschutz lebt von Aufmerksamkeit und einer offenen Gesprächskultur. Deshalb gehören regelmäßige Teamsitzungen, Fortbildungen der Mitarbeitenden, der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Präventionsmaßnahmen selbstverständlich zum Schulalltag.

Externe Beratung und unabhängige Ansprechpartner

Zum Schutz aller Beteiligten arbeiten wir eng mit unabhängigen Fachstellen zusammen. Betroffene, Angehörige oder Hinweisgebende können sich jederzeit vertraulich an externe Ansprechpartner wenden. Darüber hinaus stehen spezialisierte Beratungsstellen für fachliche Unterstützung und Begleitung zur Verfügung.

Die aktuellen Kontaktdaten unserer unabhängigen Ansprechpartner sowie weiterer Beratungsstellen finden Sie auf dieser Seite.

Kinder und Jugendliche stärken

Das wichtigste Ziel unserer Präventionsarbeit ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Sie sollen lernen,

  • eigene Grenzen wahrzunehmen und deutlich zu benennen,
  • die Grenzen anderer Menschen zu respektieren,
  • Grenzverletzungen zu erkennen,
  • sich Hilfe zu holen und Unterstützung anzunehmen,
  • sowie Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.

Regelmäßige Präventionsveranstaltungen mit qualifizierten externen Fachkräften greifen diese Themen altersgerecht auf. Sie fördern Selbstvertrauen, soziale Kompetenz und Zivilcourage und vermitteln den Schülerinnen und Schülern, dass ihre Würde und ihre persönliche Integrität jederzeit geschützt werden müssen.

Unser Ziel ist eine Schulgemeinschaft, in der Respekt, Achtsamkeit und gegenseitiges Vertrauen selbstverständlich sind und in der jede Schülerin und jeder Schüler weiß: Sorgen und Grenzverletzungen werden ernst genommen, Hilfe ist jederzeit möglich.

Im Fall oder auch bei Verdacht von sexualisierter Gewalt kann man sich jederzeit an unsere externen Ansprechpartner wenden. Diese sind:

Direkte Ansprechpartnerin für das Kloster Ettal:
Frau Martina Burger, Außenstelle Weißer Ring

Fachliche Beratung:
Kibs – München
Caritas Sozialstation Garmisch-Partenkirchen