Ein intensiver und produktiver pädagogischert Nachmittag liegt hinter uns: In einem konzentrierten Sprint hat unser Kollegium rund 80 konkrete Unterrichtsmodule für das neue Mediencurriculum erarbeitet. Dieser Meilenstein ist ein entscheidender Schritt, um die pädagogische Qualität an unserem Gymnasium weiter zu steigern und unsere Schülerinnen und Schüler auf die Welt von morgen vorzubereiten. Seit jeher ist es ein Kennzeichen der benediktinischen Erziehung in Ettal, Ausgewogenheit und Vielfalt zu leben. In dieser Tradition verstehen wir modernen Unterricht nicht als Selbstzweck, sondern als konsequente Weiterentwicklung unseres Bildungskonzepts, das Lernen und Denken stets zusammendenkt.

Das nun verfeinerte Medienkonzept ist dabei weit mehr als ein technischer Ausstattungsplan; es fungiert als unser pädagogischer Kompass und Leitbild für das Lernen in einer digitalisierten Welt. Es definiert, wie wir Technik sinnvoll einsetzen, um digitale Souveränität zu fördern. Unser Ziel ist es, dass die jungen Menschen Medien nicht nur konsumieren, sondern sie sicher, kritisch und kreativ für ihren eigenen Lernerfolg nutzen können. 

Das Mediencurriculum bildet hierbei den konkreten Fahrplan durch die Schuljahre. Es legt fest, in welcher Jahrgangsstufe und in welchem Fach spezifische Kompetenzen vermittelt werden. Durch diesen systematischen Aufbau stellen wir sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler die gleichen wichtigen Schlüsselqualifikationen erwerben. Das Spektrum reicht dabei vom sicheren Umgang mit Textverarbeitung oder der Produktion eines eigenen Ebooks in der Unterstufe bis hin zur kritischen Quellenanalyse in der Oberstufe.

Die Erarbeitung dieses Curriculums ist zudem die Grundvoraussetzung für unsere Teilnahme am staatlichen Förderprogramm „Digitale Schule der Zukunft“ (DSDZ). Dieses Programm ermöglicht die Ausstattung ganzer Jahrgangsstufen mit persönlichen Tablets. Da die staatliche Förderung an didaktisch wertvolle Konzepte gebunden ist, sind wir mit dem heutigen Tag einen wichtigen Schritt vorangekommen. In der nächsten Phase werden diese Inhalte redaktionell finalisiert und unter Einbeziehung unserer Fachleitungen so geschärft, dass sie unser christliches Wertebild widerspiegeln. Unsere Planungen sehen einen punktuellen Einsatz von Tablets über z. B. iPad-Koffer in der Unterstufe und Tabletklassen frühestens ab der 9. Jahrgangsstufe vor.

Für unsere Schulfamilie bedeutet dies: Unsere Schülerinnen und Schüler erleben einen digitalen Wandel, der systematisch und greifbar ist. Sie als Eltern gewinnen die Sicherheit, dass die Technik einem klaren Plan folgt, der Zukunftschancen und pädagogische Verantwortung vereint. Wir freuen uns darauf, diesen Weg als Gemeinschaft weiterzugehen und unser Bildungskonzept innovativ voranzubringen, ganz im Sinne unserer Auszeichnung für nachhaltige Schulentwicklung.

Text: Stefan Hofmann


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