
Unterricht
Fundierter Fachunterricht und eine persönliche Lernbegleitung bilden das Herzstück unserer Bildungsarbeit. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, selbstständig zu lernen, Zusammenhänge zu erkennen und Verantwortung für ihren eigenen Bildungsweg zu übernehmen.
Als humanistisches Gymnasium eröffnen wir durch das Erlernen moderner und alter Sprachen den Zugang zu anderen Kulturen und Denkweisen. Gleichzeitig setzen wir uns mit den Wurzeln Europas sowie den christlichen und humanistischen Werten auseinander, die bis heute unsere Gesellschaft prägen.
Ein besonderes Merkmal unserer Schule sind überschaubare Lerngruppen, die eine individuelle Förderung und eine enge Begleitung ermöglichen. So können wir auf die unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler eingehen, Talente gezielt fördern und dort unterstützen, wo Hilfe benötigt wird.
Unser Ziel ist ein Unterricht, der fachliche Exzellenz mit persönlicher Entwicklung verbindet und junge Menschen dazu befähigt, Wissen verantwortungsvoll anzuwenden, kritisch zu denken und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Sprachen
Sprachen eröffnen neue Perspektiven. Sie ermöglichen Begegnungen mit anderen Kulturen, erweitern den eigenen Horizont und fördern die Fähigkeit, die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Als humanistisches Gymnasium kommt der sprachlichen Bildung am Benediktinergymnasium Ettal deshalb eine besondere Bedeutung zu.
Den Anfang macht Latein. Die Sprache der Römer erschließt nicht nur die antiken Wurzeln Europas, sondern vermittelt auch ein vertieftes Verständnis für Sprache, Grammatik und sprachliche Strukturen. Damit schafft sie eine wertvolle Grundlage für das Erlernen weiterer Fremdsprachen und stärkt analytisches Denken sowie Ausdrucksfähigkeit.
Bereits ab der 5. Klasse bauen unsere Schülerinnen und Schüler ihre Englischkenntnisse in einem Pick-up-Kurs weiter aus, bevor der reguläre Englischunterricht in der 6. Klasse beginnt. Ab der 8. Jahrgangsstufe wählen sie entsprechend ihrer Interessen zwischen Französisch und Altgriechisch als weiterer Fremdsprache.
Ergänzt wird der Unterricht durch Konversationsangebote, internationale Austauschprogramme und vielfältige Möglichkeiten, Sprache im Alltag anzuwenden. So wird Fremdsprachenlernen lebendig und eröffnet den Zugang zu Menschen, Kulturen und Ideen weit über den Unterricht hinaus.
Sprachenfolge
- Latein ab der 5. Jahrgangsstufe
- Englisch im Pick-up-Kurs ab der 5. Jahrgangsstufe, regulär ab der 6. Jahrgangsstufe
- Französisch oder Altgriechisch ab der 8. Jahrgangsstufe
Diese sprachliche Vielfalt verbindet humanistische Bildung mit internationaler Orientierung und bereitet unsere Schülerinnen und Schüler darauf vor, sich sicher und offen in einer vernetzten Welt zu bewegen.
Profile der sprachlichen Fächer
Das Fach Deutsch bildet die Grundlage für erfolgreiches Lernen in allen Bereichen. Sprache ist das wichtigste Werkzeug, um Wissen zu erwerben, Gedanken auszudrücken und mit anderen in einen konstruktiven Dialog zu treten. Deshalb fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler gezielt in den Bereichen Lesen, Schreiben, Sprechen und Argumentieren.
Sie lernen, Texte sicher zu verstehen, Informationen kritisch zu bewerten und eigene Gedanken klar, strukturiert und überzeugend zu formulieren. Dabei entwickeln sie sprachliche Sicherheit ebenso wie analytisches Denken, Kreativität und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erfassen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begegnung mit Literatur. Sie eröffnet neue Perspektiven auf den Menschen und die Gesellschaft, fördert Empathie, Urteilsvermögen und kulturelles Verständnis und regt dazu an, sich mit grundlegenden Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Gleichzeitig entdecken die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt und Ausdruckskraft der deutschen Sprache und entwickeln Freude am Lesen, Schreiben und kreativen Gestalten.
So leistet das Fach Deutsch einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und vermittelt Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus für Studium, Beruf und gesellschaftliches Leben von Bedeutung sind.
Latein – mehr als eine Sprache der Antike
„Latein ist überflüssig“, „im Alltag kaum verwendbar“ – solche Einwände werden gegen das Fach immer wieder vorgebracht. Auch das Latinum, das früher für zahlreiche Studiengänge eine Zugangsvoraussetzung war, hat an Bedeutung verloren. Dennoch ist das Interesse am Lateinunterricht ungebrochen. Nach den jüngsten Erhebungen lernen in Bayern nach wie vor ca 117.000 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Latein.
Anders als bei den modernen Fremdsprachen wird beim Fach Latein jedoch häufig die Frage gestellt: „Was bringt das eigentlich?“ Die Antwort liegt weit über dem reinen Erlernen einer Sprache hinaus.
Latein ist ein Lernfach, das Ausdauer, Konzentration und systematisches Arbeiten fördert. Ohne Fleiß, Geduld und regelmäßiges Üben lassen sich dauerhaft keine guten Ergebnisse erzielen – eine Erfahrung, die letztlich für jedes Schulfach gilt.
Gerade in den ersten vier Lernjahren, in denen wir am Benediktinergymnasium Ettal mit dem vierbändigen Lehrwerk Campus B arbeiten, werden Wortschatz und Grammatik Schritt für Schritt aufgebaut. Wie bei jeder Fremdsprache dürfen dabei keine größeren Lernlücken entstehen, da jede neue Lektion auf den bereits erworbenen Kenntnissen aufbaut. Der Lateinunterricht vermittelt den Schülerinnen und Schülern dadurch eine wichtige Erfahrung: Kontinuierliches Arbeiten führt zu nachhaltigem Lernerfolg.
Darüber hinaus schult Latein das genaue Lesen, das logische Denken und die Fähigkeit, komplexe sprachliche Strukturen zu analysieren. Diese Kompetenzen kommen nicht nur beim Erlernen weiterer Sprachen zugute, sondern auch in Fächern wie Deutsch, Geschichte oder den Naturwissenschaften. Latein eröffnet zudem einen unmittelbaren Zugang zu den kulturellen und geistigen Wurzeln Europas und hilft, zahlreiche Begriffe aus Wissenschaft, Medizin, Recht und Theologie besser zu verstehen.
So zeigt sich, dass Latein weit mehr ist als eine Sprache der Vergangenheit: Es vermittelt Fähigkeiten und Bildung, die weit über den Unterricht hinaus von bleibendem Wert sind.
Es hieße wohl Eulen nach Athen tragen, wenn man auf die Bedeutung der Fremdsprachen, und besonders der modernen Fremdsprachen, in Bezug auf den Erwerb einer umfassenden Bildung und Ausbildung noch detailliert eingehen würde. Englisch ist als gymnasiales Unterrichtsfach sicherlich unumstritten.
Grundlage für den Englischunterricht (seitständiges Englisch ab Jgst. 6 = Englisch als zweite Fremdsprache) ist der staatliche Lehrplan für Gymnasien in Bayern in seiner aktuellen Form mit allen Ergänzungen.
Französisch (ab der 8. Klasse) ist nach Latein (ab der 5. Klasse) und Englisch (ab der 6. Klasse) die zweite moderne und lebende Fremdsprache am Benediktinergymnasium Ettal. Sie steht unseren Schülerinnen und Schülern in der 7. Klasse neben Altgriechisch zur Wahl.
Griechisch, genauer natürlich Altgriechisch, ist eines der interessantesten und bildungsmächtigsten Fächer am Gymnasium. Schauen Sie sich an, worum es dabei wirklich geht – keinesfalls um eine weitere sogenannte tote Sprache!
MINT-Fächer
Die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – prägen unsere Welt und gewinnen für Gesellschaft, Wissenschaft und Beruf zunehmend an Bedeutung. Am Benediktinergymnasium Ettal möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler früh für diese Themen begeistern und ihnen die Freude am Forschen, Entdecken und Verstehen vermitteln.
Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung von Fachwissen. Ebenso wichtig ist es, Neugier zu wecken, Fragen zu stellen und Zusammenhänge selbstständig zu erforschen. Durch experimentelles Arbeiten, mathematisches Denken und informatische Methoden entwickeln die Schülerinnen und Schüler analytische Fähigkeiten, Kreativität und Ausdauer bei der Lösung komplexer Aufgaben.
Unser Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich offen und interessiert mit naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Sie lernen, Herausforderungen systematisch anzugehen, kritisch zu denken und verantwortungsbewusst mit wissenschaftlichen Erkenntnissen umzugehen.
So vermittelt der MINT-Unterricht nicht nur wichtige Grundlagen für Studium und Beruf, sondern stärkt Kompetenzen, die in einer zunehmend digitalisierten und technologisch geprägten Welt von zentraler Bedeutung sind.
