Profil

Ausgewogenheit und Vielfalt prägen die benediktinische Erziehung in Ettal seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts. Dieser Tradition fühlen wir uns bis heute verpflichtet. Unser Bildungskonzept verbindet einen anspruchsvollen und modernen Unterricht mit einer werteorientierten Erziehung, die den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit in den Blick nimmt.

Neben der fachlichen Bildung sind uns die religiöse Erziehung, das soziale Engagement sowie ein vielfältiges Angebot in den Bereichen Musik, Theater, Kunst und Sport ein besonderes Anliegen. So möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Studium und Beruf vorbereiten, sondern sie auch zu verantwortungsbewussten, gemeinschaftsfähigen und weltoffenen Persönlichkeiten heranbilden.

Bildung verstehen wir deshalb als mehr als reine Wissensvermittlung: Sie umfasst die Entfaltung der geistigen, kulturellen, sozialen und religiösen Fähigkeiten des Menschen und orientiert sich am benediktinischen Ideal einer harmonischen Verbindung von Glauben, Lernen und Leben.

Konzept

Bereits in der 1710 gegründeten Ettaler Ritterakademie legten die Benediktiner großen Wert auf eine umfassende humanistische Bildung. Alte und moderne Fremdsprachen, Geschichte und Geographie sowie politische und religiöse Bildung bildeten das Fundament ihres Unterrichts. Dabei hatten sie stets den ganzen Menschen im Blick. Sie wussten: Lernen und Denken, Sport und Bewegung, Gemeinschaft und persönliches Engagement gehören untrennbar zusammen.

Dieser benediktinischen Bildungstradition fühlen wir uns bis heute verpflichtet. Unser Schulkonzept verbindet eine fundierte fachliche Ausbildung mit einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung. Sprachliche, musische, religiöse, geisteswissenschaftliche und soziale Schwerpunkte ergänzen sich und eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, ihre Begabungen zu entfalten.

So möchten wir junge Menschen nicht nur auf Studium und Beruf vorbereiten, sondern sie auf ihrem Weg zu verantwortungsbewussten, urteilsfähigen und weltoffenen Persönlichkeiten begleiten – im Geist des heiligen Benedikt und der über 300-jährigen Bildungstradition Ettals.

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Nächstenliebe gehört zu den Grundwerten unseres christlichen Selbstverständnisses. Deshalb soll soziales Engagement an unserer Schule nicht nur theoretisch vermittelt, sondern ganz konkret erfahren werden.

Ein besonderer Baustein ist das Compassion-Projekt in der 11. Jahrgangsstufe. Für zwei Wochen verlassen die Schülerinnen und Schüler ihren gewohnten Schulalltag und arbeiten in einer sozialen Einrichtung mit. Einsatzorte sind beispielsweise Krankenhäuser, Seniorenheime, Kindergärten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder andere soziale Institutionen.

Die Begegnung mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen eröffnet neue Perspektiven und fordert dazu heraus, Verantwortung zu übernehmen. Viele Schülerinnen und Schüler erleben dabei, wie bereichernd es ist, Zeit zu schenken, zuzuhören und mit anzupacken. Manche stoßen dabei an ihre persönlichen Grenzen, andere entdecken Fähigkeiten oder sogar eine berufliche Perspektive, die ihnen zuvor nicht bewusst waren.

Das Compassion-Projekt lädt dazu ein, den Blick für die Bedürfnisse anderer zu schärfen und den christlichen Gedanken der Nächstenliebe praktisch zu leben. So wird Compassion – Mitgefühl, Barmherzigkeit und tätige Solidarität – zu einer Erfahrung, die weit über die zwei Projektwochen hinaus nachwirkt und die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig prägt.

Ein lebendiges Schulleben benötigt eine Öffnung nach außen. So helfen gemeinsame Fahrten und Unternehmungen ab der 5. Klasse dabei, die Gemeinschaft zu stärken, eigene Horizonte zu erweitern oder sich sprachlich zu verbessern.

Hier finden Sie eine Übersicht unserer regelmäßigen Fahrten:

  • 5. Klassen: Kennenlerntage am Schuljahresanfang und Vorbereitung des Bamsentheaters
  • 6. Klassen: Natur und Kultur erleben im Ammertal
  • 7. Klassen: Skilager
  • 9. Klassen: Frankreich, Griechenland, KZ-Gedenkstätte
  • 10. Klassen: Fahrt in den Bayerischen Landtag
  • 11. Klassen: Studienfahrt
  • 12. Klassen: Berlinfahrt
  • Allgemein: kulturelle Fahrten, Museumsbesuche, Opernbesuche

Besonderheiten

Das Schulleben am Benediktinergymnasium Ettal reicht weit über den Unterricht hinaus. Gottesdienste zu den Höhepunkten des Kirchen- und Schuljahres, die Schulwallfahrt, Skilager und Lernerlebniskurse, das Bamsentheater der fünften Klassen, Wandertage, Studien- und Kursfahrten sowie Exkursionen zu Museen, Konzerten und Theateraufführungen bereichern den Schulalltag und schaffen unvergessliche gemeinsame Erfahrungen.

Auch im täglichen Unterricht bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern beste Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Moderne digitale Tafeln ermöglichen einen abwechslungsreichen und multimedialen Unterricht. Kleine Lerngruppen – insbesondere in den Fremdsprachen und in Mathematik – schaffen Raum für individuelle Förderung und intensives Arbeiten. In der Oberstufe bereiten überschaubare Kurse sowie zusätzliche Förderangebote, etwa zur Vertiefung mathematischer Kompetenzen, gezielt auf das Abitur vor.

Unsere Fremdsprachenbibliothek „Starbooks“ lädt mit einer großen Auswahl englischer, französischer und spanischer Bücher dazu ein, Sprachen auch außerhalb des Unterrichts zu entdecken und Lesefreude zu entwickeln.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens ist das Engagement der Schülerinnen und Schüler füreinander. Die Tutorinnen und Tutoren aus der Oberstufe begleiten die neuen Fünftklässler beim Start am Gymnasium und erleichtern ihnen das Einleben in die Schulgemeinschaft. Zahlreiche weitere Möglichkeiten – etwa im Schulsanitätsdienst, in der Schülervertretung oder bei sozialen Projekten – fördern Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative.

In der Oberstufe eröffnen Seminare und Projektformate vielfältige Möglichkeiten, persönliche Interessen zu vertiefen, wissenschaftliches Arbeiten einzuüben und eigene Ideen zu verwirklichen. Die enge Begleitung durch die Lehrkräfte unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, ihren individuellen Bildungsweg erfolgreich zu gestalten.

Internationales Lernen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unseres Schulprofils. Austauschprogramme und Kooperationen mit Partnerschulen ermöglichen Begegnungen über Ländergrenzen hinweg und fördern sprachliche, kulturelle und persönliche Kompetenzen.

Den Rhythmus des Schuljahres prägen schließlich auch die geistlichen Angebote unserer Schule. Von Schülerinnen und Schülern gestaltete Morgenimpulse in der Advents- und Fastenzeit laden dazu ein, den Tag bewusst zu beginnen und sich gemeinsam auf die großen Feste des Kirchenjahres vorzubereiten.

Besonders am Herzen liegt uns die Förderung besonderer Begabungen und außergewöhnlichen Engagements. Leistungen in den Bereichen Schule, Musik, Sport, Kunst und soziales Engagement werden wertgeschätzt und – wo möglich – durch Stipendien und besondere Förderangebote unterstützt. Denn wir möchten junge Menschen ermutigen, ihre Talente zu entfalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Profil

Einander zu helfen und füreinander da zu sein gehört zu den Grundpfeilern unseres christlichen Wertekanons. Dies wird für die Schülerinnen und Schüler besonders in der 10. Klasse zu einer prägenden Erfahrung, wenn sie sich für das zweiwöchige Compassion-Projekt eine soziale Einrichtung suchen und dort mitarbeiten.

Mögliche Einsatzorte sind Krankenhäuser, Altersheime, Integrationskindergärten oder Behinderteneinrichtungen. Mancher kommt hier an seine Grenzen, mancher spürt seine eigene Berufung.

Und jeder bekommt einen neuen Blick auf das, was Compassion heißt: Mitgefühl, Mitleid und Erbarmen.

Ein lebendiges Schulleben benötigt eine Öffnung nach außen. So helfen gemeinsame Fahrten und Unternehmungen ab der 5. Klasse dabei, die Gemeinschaft zu stärken, eigene Horizonte zu erweitern oder sich sprachlich zu verbessern.

Hier finden Sie eine Übersicht unserer regelmäßigen Fahrten:

  • 5. Klassen: Kennenlerntage am Schuljahresanfang und Vorbereitung des Bamsentheaters
  • 6. Klassen: Natur und Kultur erleben im Ammertal
  • 7. Klassen: Skilager
  • 9. Klassen: Frankreich, Griechenland, KZ-Gedenkstätte
  • 11. Klassen: Studienfahrt
  • 12. Klassen: Berlinfahrt
  • Allgemein: kulturelle Fahrten, Museumsbesuche, Opernbesuche

Am 16. März 2010 hat sich unser Gymnasium mit neun weiteren Schulen aus benachbarten Landkreisen zum TUM Schulcluster Benediktbeuren zusammengeschlossen. Gemeinsame Projekte, spannende Vorträge und zielgerichtete Lehrerfortbildungen sind erste Früchte dieser Zusammenarbeit, die von der Technischen Universität München unterstützt und gefördert wird.

Weitere Informationen unter

www.tumschulclusterbenediktbeuern.de

Prävention

Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen haben für das Benediktinergymnasium Ettal höchste Priorität. Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, sich zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und urteilsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dazu gehört auch, sie für Herausforderungen und Gefahren des Lebens zu sensibilisieren und ihre Fähigkeit zu stärken, Grenzen wahrzunehmen, Hilfe zu suchen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Ein vielfältiges Präventionsprogramm begleitet die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit. Themen wie Medienkompetenz, Suchtprävention, Gewaltprävention, Mobbing und Cybermobbing, der verantwortungsvolle Umgang mit Sexualität sowie der Schutz vor Grenzverletzungen und Missbrauch werden altersgerecht aufgegriffen. Dabei arbeiten wir mit qualifizierten Fachkräften und externen Partnern zusammen.

Die Benediktinerabtei Ettal hat sich nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen aus vergangenen Jahrzehnten einer umfassenden Aufarbeitung gestellt. Als erste katholische Einrichtung in Deutschland ließ sie die damaligen Ereignisse wissenschaftlich durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersuchen und veröffentlichte die Ergebnisse. Auf dieser Grundlage wurden für Kloster und Schule umfassende Schutz- und Präventionskonzepte entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Heute verfügt unsere Schule über ein verbindliches Schutzkonzept, das klare Verhaltensregeln, Präventionsmaßnahmen, regelmäßige Schulungen sowie transparente Beschwerde- und Meldewege umfasst. Alle Mitarbeitenden tragen gemeinsam Verantwortung für eine Kultur des Respekts, der Achtsamkeit und des gegenseitigen Vertrauens.

Für Betroffene, Angehörige und Hinweisgebende steht zudem eine unabhängige externe Ansprechperson zur Verfügung. Sie kann bei Verdachtsfällen oder Fragen vertraulich kontaktiert werden und gewährleistet eine neutrale Beratung außerhalb der schulischen und klösterlichen Strukturen.

So möchten wir ein Umfeld schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche sicher fühlen, Vertrauen entwickeln und ihre Persönlichkeit frei entfalten können.

Zertifizierung

Eine gute Schule zeichnet sich nicht nur durch Tradition aus, sondern auch durch die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Deshalb ist die systematische Schulentwicklung seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unserer Arbeit.

Bereits 2012 wurde das Benediktinergymnasium Ettal als erste katholische Schule in Bayern vom Katholischen Schulwerk in Bayern für seine Nachhaltige Schulentwicklung ausgezeichnet. Seither konnten wir diese Zertifizierung mehrfach erfolgreich erneuern – ein Zeichen dafür, dass Qualitätsentwicklung an unserer Schule dauerhaft gelebt wird.

Regelmäßige Evaluationen, kollegiale Hospitationen, der Austausch mit anderen Schulen sowie eine offene Feedbackkultur helfen uns, Bewährtes zu bewahren und zugleich neue Impulse aufzunehmen. Lehrkräfte, Schulleitung sowie Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam daran, Unterricht und Schulleben kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Dabei verstehen wir Schulentwicklung nicht als einmaliges Projekt, sondern als fortlaufenden Prozess. Ziel ist es, den hohen Qualitätsanspruch unseres Gymnasiums mit den Anforderungen einer sich wandelnden Bildungswelt zu verbinden und unseren Schülerinnen und Schülern auch künftig beste Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und persönliche Entfaltung zu bieten.

Ein besonderer Grund zur Freude ist, dass wir die Auszeichnung für „Nachhaltige Schulentwicklung“ inzwischen bereits zum vierten Mal erhalten haben. Sie bestätigt unseren Weg und ermutigt uns, die benediktinische Bildungstradition mit Offenheit für Innovation und einem klaren Blick auf die Zukunft weiterzuführen.

Die erneute Auszeichnung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Schulentwicklung verstehen wir als kontinuierlichen Prozess, der nie abgeschlossen ist. Deshalb arbeiten wir mit großem Engagement daran, unser Bildungsangebot stetig weiterzuentwickeln und den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden.

Dabei setzen wir insbesondere folgende Schwerpunkte:

  • Weiterentwicklung des Unterrichts durch zeitgemäße Methoden und innovative Lernformen.
  • Stärkung der Medienbildung, um Schülerinnen und Schüler zu einem kompetenten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen.
  • Förderung einer offenen Kommunikations- und Feedbackkultur, die den Dialog zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften stärkt.
  • Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Begabungen und Bedürfnissen.
  • Weiterentwicklung unseres benediktinischen Schulprofils, das christliche Werte, wissenschaftliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung miteinander verbindet.

So möchten wir Bewährtes bewahren und zugleich offen für neue Ideen bleiben – damit das Benediktinergymnasium Ettal auch in Zukunft ein Ort ist, an dem junge Menschen mit Freude lernen, Verantwortung übernehmen und ihre Talente entfalten können.