Am 9. Juli 2026 durfte unser Geographiekurs der Q12 dank der Felix-Neureuther-Stiftung eine ganz besondere Exkursion erleben: Auf Deutschlands höchstem Berg nahmen wir gemeinsam mit weiteren Q12-Kursen aus dem Landkreis an einem zweitägigen UN-Planspiel zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein internationales Plastikabkommen teil.

Nach der Fahrt mit der Zahnradbahn und einer spannenden Gletscherführung begann die Simulation. Nach den Begrüßungsreden – unter anderem von Felix Neureuther – wurden uns zunächst die Abläufe eines UN-Gremiums erläutert. Anschließend vertrat jede und jeder von uns ein selbst gewähltes Land. Nach ersten informellen Gesprächen begannen die offiziellen Verhandlungen, bei denen die unterschiedlichen Positionen der Staaten vertreten und Kompromisse ausgehandelt wurden.

Nach einer Mittagspause mit leckerem Buffet erhielten wir einen interessanten Vortrag der Audi Stiftung für Umwelt zum Thema Mikroplastik. Anschließend ging es in die erste Debattenrunde, in der bereits an einem gemeinsamen Resolutionsentwurf gearbeitet wurde.

Am zweiten Projekttag trafen wir uns im PULS in Garmisch-Partenkirchen. Vormittags stand die Ausarbeitung des Resolutionsentwurfs im Mittelpunkt. In zahlreichen Debatten brachten die verschiedenen Länder ihre Änderungsvorschläge ein und versuchten, gemeinsame Lösungen für das internationale Plastikabkommen zu finden.

Nach der Mittagspause erhielten wir durch einen Vortrag von Clemens Feigl von der everwave GmbH spannende Einblicke in das Engagement seines Unternehmens zur Beseitigung von Plastik aus unseren Gewässern. Anschließend diskutierten wir die letzten Änderungen am Resolutionsentwurf und stimmten über jeden einzelnen Punkt ab.

Den Höhepunkt bildete die abschließende Abstimmung über die Resolution, die erfreulicherweise mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde. In einer gemeinsamen Schlussrunde blickten wir auf die beiden Projekttage zurück. Dabei erfuhren wir außerdem, dass der Markt Garmisch-Partenkirchen bereits Anschlussprojekte auf den Weg gebracht hat, die unter anderem gemeinsam mit den beteiligten Schulen umgesetzt werden sollen.

Die beiden Projekttage ermöglichten uns einen einzigartigen Einblick in die Arbeitsweise der Vereinten Nationen und machten deutlich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für den Schutz unserer Umwelt ist. Für die zahlreichen neuen Erfahrungen und die gelungene Organisation sind wir allen Beteiligten sehr dankbar. Projekte dieser Art können wir uneingeschränkt weiterempfehlen.

Bericht: Katharina Krebs, Q12

Fotos: Katharina Krebs, Q12; Dr. Alexandra Linder

 

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