Von Ende August bis Ende Januar habe ich ein halbes Jahr in Winnipeg, Kanada, verbracht und dort die Vincent Massey High School besucht. Es war eine Zeit voller neuer Eindrücke, die mich persönlich sehr geprägt hat – auch wenn der Weg dorthin manchmal herausfordernd war.

Der Anfang: Aller Anfang ist schwer
Ich muss ehrlich sagen: Die ersten vier Wochen waren nicht ganz einfach. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich wirklich eingefunden hatte. Manchmal war es hart und es gab auch Momente, in denen man enttäuscht war oder sich alles anders vorgestellt hatte. Aber rückblickend war diese Phase wichtig, um richtig anzukommen. Nach diesem ersten Monat hat sich alles eingespielt und die Zeit wurde richtig gut.

Schulleben an der Vincent Massey High School:
Der Schulalltag in Kanada war eine interessante Umstellung. Der Unterricht ging täglich bis 15:30 Uhr und ich hatte jeden Tag die gleichen fünf Fächer. Das akademische Niveau war eher leicht, was mir den Einstieg sehr erleichtert hat. So blieb nach der Schule genug Energie, um sich mit Freunden zu treffen oder die Stadt zu erkunden.

Freunde aus aller Welt:
Das Beste an meinem Aufenthalt war definitiv der Kontakt zu anderen Austauschschülern. Ich habe viele internationale Freunde gefunden, vor allem aus Italien und Korea. Wir waren eine tolle Truppe und haben uns eigentlich fast jedes Wochenende getroffen. Dieser Zusammenhalt in der Gruppe hat die Zeit in Winnipeg erst zu dem gemacht, was sie war. Es sind Freundschaften entstanden, die mir sehr wichtig sind, und ich hoffe fest darauf, diese Leute irgendwann in der Zukunft wiederzusehen.

Leben in der Gastfamilie:
Gewohnt habe ich bei einer sehr netten Gastfamilie, zusammen mit meinem italienischen Gastbruder. Wir haben zwar als Familie kaum gemeinsame Ausflüge oder Unternehmungen gemacht, aber das Verhältnis war trotzdem sehr gut. Unsere Gasteltern waren sehr entspannt und haben uns viel erlaubt, sodass wir sehr eigenständig sein konnten und viele Freiheiten bei unseren Wochenendplänen hatten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das halbe Jahr in Kanada eine super Erfahrung war. Auch wenn es am Anfang schwierig war und man sich durchbeißen musste, haben die Erlebnisse und die neuen Freundschaften alles wettgemacht. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und nehme viele tolle Erinnerungen mit nach Hause.

Text: Jakob Cyron, K11

In diesem Schuljahr hatte ich die Gelegenheit, fünf Monate der 11. Klasse in Kanada zu verbringen. Aufgrund meiner Skibegeisterung entschied ich mich für Kanada und British Columbia als Ziel des Austauschs und besuchte die Rockridge Secondary School in West Vancouver.

Während meines Austauschs sammelte ich viele neue Eindrücke, lernte das Leben in einem mir zuvor unbekannten Land kennen und erlebte unvergessliche Begegnungen sowie zahlreiche Aktivitäten in einer beeindruckenden Umgebung.

Ein wichtiger Teil meines Aufenthalts war das Leben in meiner Gastfamilie. Von Anfang an wurde ich sehr freundlich aufgenommen und fühlte mich schnell willkommen. Das Zusammenleben mit meiner Gastfamilie und den beiden Kindern hat mir einen authentischen Einblick in den kanadischen Alltag gegeben. Gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche über Schule und Freizeit sowie Ausflüge haben dazu beigetragen, dass ich mich schnell eingelebt habe. Während der regelmäßig vorkommenden, durch umgestürzte Bäume verursachten Stromausfälle, die Internet und Heizung lahmlegten, verbrachte man besonders viel Zeit zusammen. Besonders freute ich mich über gemeinsame Ausflüge zum Skifahren.

Selbstverständlich spielte die Schule während meines Aufenthalts eine große Rolle. Das kanadische Schulsystem unterscheidet sich in mehreren Punkten vom deutschen. Besonders auffällig ist die größere Freiheit bei der Wahl der Fächer. Schülerinnen und Schüler können ihren Stundenplan stärker nach ihren eigenen Interessen zusammenstellen. Während der Orientierungsphase lernte ich zudem viele internationale Schülerinnen und Schüler kennen, mit denen ich schnell in Kontakt kam. Durch diese Begegnungen entstand ein internationales Umfeld, in dem man viel über andere Kulturen erfahren konnte.

Neben der Schule bot Vancouver viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Durch die Lage der Stadt am Meer und in der Nähe der Berge kann man zahlreiche Outdoor-Aktivitäten unternehmen. In meiner Freizeit verbrachte ich viel Zeit am Strand oder beim Fußballspielen mit Freunden. Diese Aktivitäten waren ein schöner Ausgleich zum Schulalltag und boten gleichzeitig die Gelegenheit, die Umgebung besser kennenzulernen.

Im Winter nutzte ich außerdem jede Möglichkeit zum Skifahren. Auch wenn der Winter in diesem Jahr nicht besonders schneereich war und der Schnee erst relativ spät fiel, waren die Tage in den Bergen ein besonderes Erlebnis. Die Nähe zu den Skigebieten macht Vancouver zu einem idealen Ort für Wintersport, und die Landschaft dort ist beeindruckend.

Am Ende meines Aufenthalts besuchte mich meine Familie in Vancouver. Gemeinsam erkundeten wir die Stadt, und ich konnte ihnen viele Orte zeigen, die ich in den vergangenen Monaten kennengelernt hatte.

Der Austausch in Kanada hat mir viele neue Perspektiven eröffnet. Ich konnte nicht nur mein Englisch im Alltag anwenden, sondern auch Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen und eine andere Lebensweise erleben. Die Zeit in Vancouver hat mir viele wertvolle Erfahrungen und Erinnerungen mitgegeben, an die ich mich auch in Zukunft gerne zurückerinnern werde.

Text: Georg Krönauer, K11


 

 

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