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Flying Classroom

Hier geht es zu den Briefen der Teilnehmer!

Flying Classroom – mit Ettaler P-Seminar auf Weltreise

Eine Reise um die Welt in nur drei Stunden und dabei noch spielerisch Englisch lernen – im Benediktinergymnasium Ettal steht das seit Beginn dieses Schuljahres regelmäßig auf dem Programm. Dabei werden die 12 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Flying classroom“ unter der Leitung der stellvertretenden Direktorin Stefanie Maier zu Reisebegleitern für die vierten Klassen des Landkreises, die an diesem Projekt teilnehmen.

Ein ganzes Jahr dauerten die Vorbereitungen für die Weltreise, auf der man mit der Queen Tee trinkt, einen Rucksack für die Wildnis Australiens packt und sich zum Schluss beim Spiel „Who is afraid of the Grizzly bear“ richtig austoben kann.

Spielerisch und fast mühelos lernen die Kinder der vierten Klassen dabei wichtige englische Grundbegriffe, können in England formvollendet um eine Tasse Tee bitten oder in den USA ein Sandwich mit ihren Lieblingszutaten bestellen.

Wenn die Viertklässler zum Unterrichtsbeginn im Benediktinergymnasium Ettal ankommen, bekommen sie zunächst einen Flugplan sowie ein Ticket und reisen mit einer der drei Gruppen entweder nach England, in die USA oder nach Australien. In London erwartet sie dann ein von den Ettaler Schülern selbstgebauter Bus, von dem aus sie einen Film mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt auf einer der elektronischen Tafeln des Gymnasiums ansehen. Vorbei am Tower und an Big Ben geht’s zum Hyde Park, wo erst einmal gemeinsam Kekse eingekauft werden, die anschließend beim gemeinsamen Tee mit der Queen im Buckingham Palace gegessen werden.

Gut vertraut mit der britischen Lebensart heben die Kinder schon wenig später in die USA ab, wo sie zunächst „die“ Sportart der Amerikaner, American Football, kennenlernen und natürlich auch selbst ausprobieren. Weil Sport hungrig macht, gibt es danach Sandwiches, selbst zusammengestellt von den Viertklässlern, die dabei jede Menge Vokabeln lernen – von „ham and cheese“ bis zu „cucumber and tomato“.

Von den USA aus steht dann noch einmal ein langer Flug nach Australien an, der direkt in die Wildnis führt. Dort bauen sie mit ihren Betreuern des P-Seminars ein Zelt auf, lernen, was alles in den Rucksack muss, um in der Wildnis zu überleben, und erfahren die Namen der wilden Tiere Australiens.

Am Schluss treffen sich alle drei Gruppen in Kanada, wo sie – wie könnte es anders sein – erst einmal wichtige Informationen erhalten, wie sie sich bei einem Zusammentreffen mit einem Bär richtig verhalten. Entsprechend gut präpariert müssen sie keine Angst haben, wenn ihnen wenig später im Ettaler Innenhof ein echter Grizzly gegenübersteht, der mit ihnen die kanadische Variante von „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ als „Who is afraid of the Grizzly bear?“ spielt und sich die Viertklässler noch einmal austoben können, bevor sie ihre Reiseerinnerungen in einer Postkarte an ihre Eltern zusammenfassen. Diese finden einen Tag später eine Karte mit der Freizeitstatue, dem australischen Outback und der englischen Flagge im Briefkasten, eine kleine Erinnerung an die dreistündige Reise um die Welt.

Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler ist an den vielen Briefen abzulesen, die die angehenden Abiturienten erhielten. „Wenn ich ein Lehrer wäre, würde ich euch die Note eins geben“, ist da zum Beispiel auf einem Brief in Form eines Herzens zu lesen oder: „Alles, was wir gemacht haben, hat mir nicht nur gefallen, es hat mir sehr, sehr hundertmal gefallen.“

Die letzten Termine, an denen vierte Klassen aus Oberammergau, Garmisch und Eschenlohe die Weltreise des P-Seminars in Ettal gebucht haben, finden in diesem Monat statt, dann sagen die Ettaler Schüler Good-Bye zu diesem Projekt, weil für sie die Abiturvorbereitungen beginnen.

Maximilian Scharffenberg