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Adventsmarkt 2015

Hier geht’s zu den Bildern des diesjährigen Adventsmarkts.

Lesen Sie die Einladung zur Gestaltung des Adventsmarkts von Frau Kühn, die den Markt seit Jahrzehnten organisiert:

Benediktinergymnasium Ettal

Ettal im November 2015

Liebe Schüler/innen, sehr geehrte Eltern,

Unser traditioneller Adventsmarkt nimmt immer größere Dimensionen ein, die Vorbereitungen laufen schon seit Wochen. Deshalb bitte ich Sie so früh wie möglich wieder um Ihre Mithilfe. Ihre großzügigen Sachspenden, Ihr riesiges Engagement, Ihre vielen guten Einfälle und Ihre konkrete Hilfe während des Marktes ermöglichen erst, dieses große Event zu schultern und zu dem zu machen, was es seit über 30 Jahren ist: Ein Treffen von Schülern, Eltern und Lehrern in vorweihnachtlicher Atmosphäre zum Plaudern, Essen, Einkaufen und Helfen. Der Reinerlös wird wieder dorthin fließen, wo Geld dringend nötig ist: Noch einmal wollen wir das Krankenhaus und die Steyler Missionsschwes­tern unterstützen. Anna Langmesser, die ein Jahr dort verbracht hat, wird in diesem Jahr persönlich anwesend sein und Ihnen Ihre Fragen beantworten; sie wird auch Bilder zeigen, die Ihnen die Situation dort vor Augen führen können.

Bitte bringen Sie Ihre Sachspenden möglichst bald ins Lehrerzimmer und den­ken Sie auch wieder an das Kuchenbuffet des Elternbeirats, das befüllt werden muss. Selbstverständlich können Eltern, die einen ganzen Tisch bestücken wol­len, alle Utensilien auch wieder direkt am 1. Advent in den Steingang bringen; kommen Sie dann aber bitte nicht allzu spät, sodass bis zum Beginn des Gottes­dienstes alles aufgebaut ist.

Wie immer bieten wir Ihnen auch frische Adventskränze und Weihnachts­gestecke aus der Ettaler Gärtnerei an, wofür wir uns beim Kloster herzlich bedanken.

Wir freuen uns also, Sie alle am

1. Adventssonntag
nach dem Gottesdienst
im Steingang des Internats

begrüßen zu können.

(Für Nachfragen stehe ich gern zur Verfügung unter der
Telefonnummer 08851 / 61214).

Seien Sie herzlich gegrüßt

Und hier ein Brief von Anna Langmesser zum diesjährigen Adventsmarkt:

Ettal im November 2015

„Der Glaube, den wir alle teilen, ist eine Quelle der Brüderlichkeit und Solidarität. Er baut Städte auf, prägt Familien, fördert Harmonie und ermuntert zum Engagement für den Frieden.“

Papst Franziskus in einer Videobotschaft vor seiner Südamerikareise

Liebe Schüler_Innen, sehr geehrte Eltern!

Wie Sie vielleicht noch vom letzten Jahr wissen, ging der Erlös des vorherigen Adventsmarktes an das Holy Spirit Hospital Haflong, in dem ich nach meinem Abitur am Benediktinergymnasium ein Jahr lang als Freiwillige gearbeitet habe. Und so soll auch der Erlös des kommenden Marktes am 1. Advent wieder in das Krankenhaus für Arme und sozial Benachteiligte der Steyler Missions­schwestern nach Indien gehen.

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Mit den Schwestern vor dem Krankenhaus

In diesem Teil Indiens, dem Nordosten, gibt es über 200 indigene Volks­stämme, die sich häufig gegenseitig bekämpfen. Das ist der am längsten andau­ernde ethnische Konflikt auf der Welt und der Teil der Erde, in dem die meisten Menschen aufgrund ethnischer Auseinandersetzungen sterben. Schießereien und Attentate gehören leider auch zum Alltag in Haflong. Nach kurzer, kriti­scher Begutachtung der Bewohner wird man aber als von den Konflikten Außen­stehender sofort sehr herzlich als ein Teil von ihnen aufgenommen.

Bei Besuchen in Dörfern wurde ich oft mit Gastgeschenken der Bewohner be­grüßt, dabei war doch ich diejenige, die schon allein mit den Erfahrungen und der sehr großen Gastfreundschaft reichlich beschenkt wurde. Oft hörte ich dann bei den Abschieden von den Bewohnern mit gebrochenem Englisch: „Please remember me in your prayers!“, was mir am Anfang total fremd war, noch nie wurde ich so persönlich gebeten für jemanden zu beten.

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Beim Medical Camp in Zusammenarbeit mit der Armee

Bei meinem Abschied von der Pfarrei und vom Krankenhaus wurde in Reden sich immer bei mir bedankt für das nach Haflong kommen, das da sein, die Menschen in ihrer Armut nicht alleine lassen, den „Wertlosen“ Liebe, also Wert schenken und immer kam die Bitte: „Vergiss uns nicht!“

Und das ist das Wichtigste: Dass wir, denen es so gut geht, nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die sich mit ihrer Not und Armut alleine gelassen und deshalb wertlos fühlen.

Als letztes Jahr feierlich mit der ganzen Pfarrei der neu ausgestattete OP-Saal eingeweiht wurde, dessen Inventar mit dem Geld vom letzten Adventsmarkt mitfinanziert und für alle Spender aus Ettal gebetet wurde, konnten die Bewohner gar nicht fassen, dass es so viele Menschen auf der anderen Seite der Welt gibt, die an sie denken und sie eben nicht vergessen.

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Einer von fünf Schlafsälen

Bereits letztes Jahr wurde für den Markt gebastelt, gebacken, gekocht etc. und dann fleißig eingekauft und ich bitte Sie: Basteln, backen, kochen und kaufen Sie auch dieses Jahr wieder fleißig ein. Neben dem Markt wird es auch eine Bildershow geben und ich freue mich auf die Begegnung mit Euch und Ihnen.

Jetzt schon vielen Dank für Ihr und Euer Engagement und für Eure und Ihre Unterstützung.

Anna Langmesser