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Bildung heute – was ist vom Gymnasium zu erwarten?

Das vierte „Symposium humanisticum Ettalense“ des Benediktinergymnasiums Ettal am 17. November 2017 beschäftigt sich mit den zukünftigen Entwicklungen im Bildungswesen. Das Symposium unter der Leitung von Roland Jurgeleit, der seit Schuljahresbeginn für die strategische Weiterentwicklung des Benediktiner­gymnasiums verantwortlich ist, beginnt um 17.00 Uhr im Chinesensaal des Klosters.

Was versteht man unter Bildung? Abgesehen vom Elementarbereich, wo es um Lesen, Schreiben und Rechnen geht, wird der Begriff mit sehr unterschiedlichen Inhalten gefüllt. Es gibt die frühkindliche Bildung, die Schulbildung, die Hoch­schulbildung, die Halbbildung, den Bildungskanon – jedes Mal ist mit dem Begriff „Bildung“ etwas anderes gemeint. Und doch scheint die Gesellschaft der Auffassung zu sein, ein Mehr an Bildung kann nicht schaden. Vielmehr gilt Bildung inzwischen sogar als ausschlaggebender Unterschied für die Zukunft.

Schüler sollen auf dem Gymnasium möglichst viel Bildung mitnehmen. Hinterfragt werden soll im Symposium, was hinter diesem Bildungsbegriff steht. Hat Bildung nur mit Wissen zu tun oder ist Bildung auch eine Ansammlung von Fertigkeiten oder Kompetenzen, die das Kind befähigen, reflektiert und selbstbewusst den Herausforderungen des Lebens zu begegnen? Oder ist Bildung etwas Dahinter­liegendes, eine Vertiefung des Reflexionsniveaus, eine Auseinandersetzung mit Werten zur Entwicklung eines eigenen Standpunkts, ein Wissen um das Woher und Weshalb? Sind es nicht gerade diese Momente, die Bildung von Ausbildung unterscheiden?

Diesen und ähnlichen Fragen soll bei dem Vortrag nachgegangen werden, vor allem im Hinblick auf die Rolle, die das Gymnasium als „die“ klassische deutsche Bildungsinstitution bei der Vermittlung und Grundlegung von Bildung spielt oder spielen sollte.

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